Brand-Guide — Agentic Ventures

Dieser Guide ist die visuelle Quelle. Alles was wir gestalten — VLOG-Overlays, Website, Pitch-Decks, Social-Posts, Email-Signaturen — bezieht Farben und Schriften hier. Wenn hier was geändert wird, ziehen die Assets nach.

Design-DNA in einem Satz

Warm-minimal, cremig-beige Hintergrund mit dunkler Schrift, ein einziger Akzent in dunklem Grün, ausschließlich Inter als Sans mit Lora-Italic als Serif-Akzent für markierte Keywords.

Farbsystem

Kernpalette

RolleHexWofür
Background#F5F4EDHauptfläche aller Assets. „Bone” / Cream. Nicht reines Weiß, nicht Beige — ein warmer Off-White.
Text primär#1D1D1AFließtext, Headlines. Warmes Dunkel, nicht reines Schwarz.
Akzent (Forest Green)#2D4A3EEinzelne Akzent-Wörter (Italic-Keywords), Unterstreichungen, Hervorhebungen, CTA-Buttons, Logo. Nur wo es wirklich betont werden soll.
Text sekundär (Muted)#8B8779Kicker-Labels, Metadaten, Attributionen, „VLOG · 02”-Textchen.
Fläche sekundär#E5E2D6Karten-Hintergründe, dezente Trenn-Flächen wenn Background-Wechsel nötig ist.

Nutzungsregeln

  • Nur eine Akzentfarbe. Forest Green ist die einzige Akzentfarbe. Wenn wir mehr brauchen: Weight oder Größe, nicht neue Farbe.
  • Akzent sparsam. Pro Slide / pro Frame maximal ein Wort oder Element in Forest Green. Zu viel Grün verliert die Markierungs-Wirkung.
  • Kein reines Weiß (#FFF) als Background. Kein reines Schwarz (#000) als Text. Beides wirkt steril, die warme Palette lebt vom leichten Farbstich.
  • Keine Gradienten. Flächen sind einfarbig. Wenn Tiefe nötig ist: Schatten mit sehr geringer Opazität, keine Verläufe.
  • Kein zweiter Akzent. Auch nicht für „noch ein Status”. Wenn etwas nicht durch Forest Green oder Text-Weight gelöst werden kann, ist das Design das Problem, nicht die Palette.

Farben die wir NICHT nutzen

  • Orange / Rot — zu signal-aggressiv, zu agentur-marketing-getrieben, zu nah an Anthropic-Claude.
  • Purpur / Lila — typischer AI-Klischee-Bereich.
  • Navy / Blue Corporate — zu klassisch-corporate, sieht nach Berater-PDF aus.
  • Neons — widerspricht dem warm-minimalen Charakter.

Typografie

Schriftfamilien

Primär — Sans: Inter in Weights 400 bis 600.

  • Weight 400 = Body-Text, Fließtext
  • Weight 500 = Headlines, Subheadings, starke Aussagen
  • Weight 600 = sehr selten, nur für kleine Labels in All-Caps
  • Italic-Variante wird nicht genutzt — für Italic-Betonung nehmen wir die Serif (siehe unten)

Akzent — Serif: Lora Italic in Weight 400-500.

  • Nur für bewusst markierte Keywords (typischerweise 1-2 Wörter pro Frame)
  • Immer in Italic-Variante, niemals als Roman (Nicht-Italic)
  • Immer in Forest Green (#2D4A3E), nicht in der Haupt-Textfarbe
  • Lora ist warm und rund, nicht schnörkelig wie Fraunces — gibt dem Akzent Charakter ohne Editorial-Kitsch

Typografie-System (Desktop-Maße)

StilFontWeightSizeLine-HeightLetter-SpacingNutzung
DisplayInter50044-56 px1.05-0.025 emVLOG-Titel, Hero-Headlines
Heading 1Inter50032-40 px1.1-0.02 emSection-Überschriften
Heading 2Inter50024-28 px1.2-0.015 emUnterabschnitte
BodyInter40016-18 px1.55-0.005 emFließtext
SmallInter40013-14 px1.50 emSekundär-Informationen
Kicker / LabelInter50010-11 px1.20.12-0.15 em (uppercase)Meta-Labels, Kategorien
Akzent-KeywordLora400-500 italicwie umgebender Textwie umgebender Text-0.01 emMarkierte Keywords in Grün

Video-Overlays skalieren diese Werte typischerweise um Faktor 2-3 (also 80-120 px für Display).

Typografie-Regeln

  • Italic ist immer Lora. Niemals Inter-Italic. Der Serif-Wechsel ist der Akzent.
  • Niemals zwei Keywords in einem Satz markieren. Pro Aussage maximal ein Italic-Grün-Wort.
  • Uppercase nur für Kicker/Labels. Nicht für Headlines. Uppercase-Headlines wirken schreierisch.
  • Letter-Spacing negativ bei Display-Größen. Die Zahl in der Tabelle ist nicht Deko, das ist optisches Korrektiv.

Logo / Wortmarke

Wortmarke: agentic — komplett kleingeschrieben, ein Wort. Inter 500, letter-spacing -0.025em. In Forest Green #2D4A3E oder Text-Schwarz #1D1D1A je nach Kontext.

agentic

„Ventures” lebt nur im Footer als juristischer Firmenname, dort als normaler Capitalize-Text in Inter 400, Muted #8B8779:

© 2026 Agentic Ventures

Fließtext-Regel: Logo strikt lowercase, Marketing-Copy folgt normaler Satz-Grammatik. Am Satzanfang also „Agentic baut Agenten…” (analog zu Anthropic: Logo anthropic, Text „Anthropic baut…”). Nicht päpstlicher als der Papst — Lese-Erwartung schlägt Konsistenz-Dogma.

Warum lowercase: Passt zur warm-minimalen Tech-Brand-Nachbarschaft die wir anpeilen — anthropic, vercel, stripe, linear, ramp. Wirkt ruhiger, weniger „guck-mich-an”, mehr Werkzeug-als-Hype-Marke. Spielt zurück auf das Service-Modell („wir bauen, wir sind kein Produkt-Schaufenster”).

Marken-Zeichen (Bildmarke neben der Wortmarke) ist weiterhin Phase-B-Thema.

Bildsprache

  • Fotografie: warm, leicht entsättigt, natürliches Licht bevorzugt. Keine Stock-Glanz-Fotos, keine harten Studio-Shots.
  • Illustration: flat, wenig Schattierung, abgerundete Formen. Asset-Quellen (alter Pfad in agent-agentur, noch nicht migriert): Humaaans, Storyset, Recraft-Custom-Style. TODO Video-Wissen migrieren nach intern/wissen/prozesse/video/.
  • Screenshots: immer mit weichem Schatten, leicht abgerundete Ecken (8-12 px), eingebettet in eine Fläche in der sekundären Farbe #E5E2D6.
  • Motion: ruhig, spring-basiert (Remotion-Spring-Konfig — Wissens-Eintrag noch in agent-agentur, nicht migriert). Keine harten Cuts, keine Fly-ins mit übertriebenem Overshoot.

Schnitt-Regeln — die vier Standard-Cuts

Statt bei jedem Jump-Cut neu zu entscheiden, nutzen wir vier definierte Patterns. Jeder Cut im VLOG fällt in eine dieser Kategorien:

1. Hard Cut (Default). Harter Schnitt zwischen zwei Takes. Nichts dazwischen. Nutzen wir wenn die Position des Sprechers zwischen den Takes identisch ist (gleiche Kamera-Position, gleiche Körperhaltung). Das ist der 60%-Fall.

2. Zoom-Punch. Beim neuen Clip Scale 1.0 → 1.025 über 6 Frames mit Ease-Out. Macht aus einem Re-Take einen bewussten Moment („jetzt kommt der Punkt”). Nutzen wir bei Jump-Cuts innerhalb eines Takes, wo die Position leicht verschoben ist, oder als rhetorische Betonung vor einer wichtigen Aussage. Der 25%-Fall.

3. Cut mit Text-Overlay. Gleichzeitig mit dem Schnitt poppt ein Typo-Overlay rein (Keyword, Key-Quote, oder Section-Divider). Der Text lenkt vom Schnitt ab und hebt die Aussage hervor. Nutzen wir bei Übergang in einen Key-Moment. Der 10%-Fall.

4. Cutaway-Interlude. Audio läuft durch, Bild wechselt für 1-2 Sekunden auf Atmosphere-Shot oder B-Roll. Überspielt den Schnitt komplett. Nutzen wir bei längeren Sprech-Stellen wo der Zuschauer visuell eine Pause braucht. Der 5%-Fall.

Regel 1 — kein Crossfade. Crossfades zwischen zwei Talking-Head-Clips wirken schnell wabbelig und amateurhaft. Default ist Hard Cut, Ausnahmen sind die drei anderen oben.

Regel 2 — Zoom-Punch-Stärke konsistent halten. Wir nutzen 1.025 (2.5%) als Standard. Mehr als 1.04 wird auffällig und kippt ins Marketing. Weniger als 1.015 ist nicht mehr spürbar.

Regel 3 — maximal ein Pattern pro Cut. Nicht Zoom-Punch + Text-Overlay + B-Roll-Cutaway gleichzeitig. Das ist Lärm.

Technisch umgesetzt über die TalkingHeadClip-Component mit Props zoomPunch, fadeInFrames, microShift etc. Bei B-Roll-Cutaways wird die AtmosphereInterlude genutzt.

Multi-Setup-Handschrift (VLOG-Format)

Unsere VLOGs nutzen bewusst mehrere Talking-Head-Setups innerhalb eines Videos plus Atmosphere-Interludes dazwischen. Das ist unsere Signatur — übernommen in der Mechanik von Creators wie Iman Gadzhi, aber mit bodenständigeren Motiven statt Luxus-Inszenierung.

Drei Setup-Rollen

  • Setup A — Schreibtisch sitzend für nachdenkliche, geschäftliche, ruhige Beats.
  • Setup B — Stehend mit Mic für Alltags-/Körper-Themen, energetischer Ton.
  • Setup C — Unterwegs/Outdoor für Outros und Übergangs-Momente mit Bewegung.

Pro VLOG nicht mehr als drei Setups nutzen. Mischen innerhalb eines Segments ist tabu — Setup-Wechsel markiert einen thematischen Wechsel.

Atmosphere-Interludes — Regeln

Zwischen Segmenten laufen 3-5 Sekunden ruhige Alltagsclips. Über das Video wird ein dezenter Dim-Layer gelegt, unten erscheint das kommende Segment als Label („Als Nächstes · 02 · Wie ich AI benutze”). Regeln:

  • Ein Element bewegt sich pro Frame, der Rest ist still. Keine Action.
  • Natürliches Licht, keine Studio-Beleuchtung.
  • Gleicher Color-Grade wie das Talking-Head-Footage.
  • 3-5 Sekunden Länge. Nie über 7 Sekunden.
  • Keine Musik-Hooks, die lenken ab. Ton bleibt Room-Tone oder leise Musik.
  • Kein Text-Overlay IM Clip selbst — das Label kommt vom Interlude-Wrapper.
  • Bodenständige Motive: Kaffeetasse, Handy auf Tisch, Hände an der Tastatur, Schritte, Notizblock, Aktenordner. Nicht Lifestyle-Statement-Shots.

Motive die wir explizit NICHT nutzen: teure Uhren, Luxus-Autos, Laptops am Pool, Sonnenuntergänge über Dubai, teures Essen. Das wäre Gadzhi-Inszenierung und bricht den ehrlichen Ton aus positioning.md.

Remotion-Komponente: AtmosphereInterlude. Storyboard-Muster: 04-storyboard.md.

Anwendungs-Beispiele

VLOG-Intro-Frame

Background: #F5F4ED
Kicker „VLOG · 02" — Inter 500, 11px, #8B8779, uppercase, letter-spacing 0.12em
Headline „Defaults ändern schlägt Disziplin." — Inter 500, 44-56px, #1D1D1A
  „schlägt Disziplin." ist Lora Italic 400, #2D4A3E
Sub „Marvin Kühlmann" — Inter 400, 12px, #8B8779

Warum „Marvin Kühlmann” als Subtitle, nicht „Agentic Ventures”: Der VLOG läuft als Personal Brand (siehe positioning.md §Marken-Architektur). Agentic Ventures wird in der Video-Beschreibung und Link-in-Bio verlinkt, nicht im Intro-Frame.

Mockup: brand-options-font-strategy.html → V2

Section-Divider

Background: #F5F4ED
„01 / 04" — Inter 400, 14px, #8B8779, letter-spacing 0.1em, links oben
„Das Handy" — Inter 500, 42px, #1D1D1A, unten, letter-spacing -0.025em
Kurze Unterstreichung 48×2 px, #2D4A3E, darunter

Key-Quote

Background: #F5F4ED
Zitat zentriert, Inter 500, 28px, max-width 440px
Ein Keyword markiert als Lora Italic 400, #2D4A3E
Attribution unten, Inter 400, 11px, #8B8779

Do’s und Don’ts

Do

  • Background warm halten (Bone, nicht Weiß)
  • Pro Frame einen Akzent setzen — Wort in Grün, nicht Grünfeld
  • Fließtext in ruhigem Kontrast (Text auf Bone), nicht maximaler Schwarz-Weiß-Kontrast
  • Weißraum großzügig — lieber weniger Element pro Frame als dichtes Layout
  • Lora-Italic immer in Forest Green

Don’t

  • Niemals Neon-Akzente oder aggressive Farben hinzufügen
  • Niemals mehrere Akzente (zwei Grüns, zwei Keywords) im selben Frame
  • Keine Gradienten, keine Schlagschatten-Deko, keine Glow-Effekte
  • Kein Inter-Italic — Italic ist immer Lora
  • Keine Uppercase-Headlines (Uppercase nur für Kicker)
  • Kein reines Schwarz, kein reines Weiß

Referenzen die wir anpeilen (nicht kopieren)

Als visuelle Anker im Sinne von „in dieser Gegend soll unsere Marke stehen”:

  • anthropic.com — Haupt-Referenz für Stimmung, warme Palette, Serif-Sans-Pairing-Mechanik
  • clay.com — Cream mit großer Typografie, warme Akzentsetzung
  • every.to — Editorial-Magazin mit Newsletter-Ernst

Wir kopieren keine dieser Marken. Wir leben in derselben typografischen Nachbarschaft.

Historie der Brand-Entscheidung

Der vollständige Entstehungsprozess — Discovery, fünf Mockup-Iterationen, Font-Strategie-Debatte — liegt in den Preview-Files unter mockups/:

  1. brand-options.html — erste Welle (A Warm Dark, B Editorial Light, C Tech Minimal) → Marvin mag B
  2. brand-options-editorial.html — B-Varianten (Monocle, Literary, Modern Editorial) → nicht getroffen
  3. brand-options-green.html — G1/G2 Anthropic-nah mit Grün → G1 gefällt, aber Fraunces zu schnörkelig
  4. brand-options-green-refined.html — R1 Inter-only / R2 Source Serif → Serif sollte bleiben
  5. brand-options-serif-compare.html — fünf Serif-Varianten im Vergleich → Lora gewählt
  6. brand-options-font-strategy.html — Single- vs. Multi-Font-Entscheidung → V2 Inter + Lora final

Stand-History

DatumÄnderung
2026-04-19Erste finale Version nach sechs Mockup-Iterationen. Farben und Schriften festgelegt: Bone-Background, Forest-Green-Akzent, Inter als Haupt-Sans, Lora-Italic als Serif-Akzent. Logo-Entwurf offen.
2026-04-19Wortmarke entschieden: agentic lowercase als Logo, „Ventures” nur noch im Footer als juristischer Firmenname. Begründung in Logo-Sektion. Bildmarke weiterhin offen.